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Gemeinde Liederbach am Taunus
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Eine Bürgerstiftung braucht die Bürger


Artikel des Höchster Kreisblatt, Autor: Frank Weiner
Liederbach. Schon vor mehr als drei Jahren stand das Thema in der Gemeinde auf der Tagesordnung. Der damalige Bürgermeister Gerhard Lehner hatte Unterlagen zusammen getragen, die Liederbacher zu Informationsgesprächen eingeladen und fleißig die Werbetrommel gerührt. Doch sein Engagement, eine Bürgerstiftung im Ort zu gründen, verlief im Sande - vor allem, weil das Interesse und Engagement der Bürger zu wünschen übrig ließ.

Nun möchte die neue Bürgermeisterin Eva Söllner «den Faden wieder aufgreifen» und Lehners Idee in die Tat umsetzen. Sie hofft auf eine breite Unterstützung der Menschen und lädt alle, die sich über das Thema informieren oder bereits mitarbeiten wollen, zu einem Treffen in die Liederbachhalle ein. Für Mittwoch, 11. März, um 20 Uhr hat sie auch zwei Experten zum Thema eingeladen: Christian Weiser, den Vorsitzenden der Bürgerstiftung Eppstein, die seit Jahren sehr gut läuft und Vorreiter im Main-Taunus-Kreis ist, sowie einen Vertreter von der Initiative der deutschen Bürgerstiftungen«Ich allein kann es nicht machen. Es ist eine Bürgerstiftung, und die braucht die Bürger», macht die Bürgermeisterin keinen Hehl daraus, dass sie mit mehr als nur einer Handvoll Interessenten rechnet. Sie wünsche sich, «dass möglichst viele Bürger bereit sind, sich zu informieren». Mit einer Bürgerstiftung verbindet sie «die Hoffnung, dass sie dazu beitragen kann, das Gemeinw esen zu stärken»Auch wenn Details noch nicht feststehen und der Informationsabend ein erster Schritt sein soll, hat Eva Söllner als Initiatorin doch klare Vorstellungen von dem Projekt: Eine Bürgerstiftung müsse wirtschaftlich und politisch unabhängig sein. Dieses «eigenständige Gremium» solle dann Vorhaben unterstützen, die möglichst breit gefächert sind - von der Kultur über den Sport bis zum Sozialen. Dafür gebe es entsprechende Mustersatzungen, zudem könne die Eppsteiner Bürgerstiftung als gelungenes Vorbild dienen.

Eva Söllner weist darauf hin, dass es zudem die Möglichkeit von so genannten Stiftergemeinschaften gebe - sollte das Startkapital von 50 000 Euro nicht erreicht werden. Sie macht aber deutlich, dass auch Stifter mit kleineren Summen willkommen seien und sich beteiligen können. «Stiften gehen muss nichts mit großem Vermögen zu tun haben», sagt die Bürgermeisterin, die in einem Stiftungsbeirat zwar durchaus mitarbeiten, aber nicht unbedingt die Hauptrolle übernehmen wolle. «Ich nutze meine Möglichkeiten, den Stein ins Rollen zu bringen.» Unterstützung hat sie von Johann Haider erhalten. 10 000 Euro hat die Gemeinde bereits in den Etat eingestellt - allerdings nicht für das Stiftungskapital, sondern für Werbung und organisatorische Kosten. Dass die Gemeinde als Gründungsstifter ebenfalls einen finanziellen Beitrag leistet, will Eva Söllner nicht ausschließen und blickt optimistisch voraus: Einige Liederbacher hätten bereits ihr Interesse für die Bürgerst iftung signalisiert, und die Vereine haben bei der Verabschiedung von Gerhard Lehner immerhin 1000 Euro für das Projekt gesammelt. wein



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