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Gemeinde Liederbach am Taunus

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10.08.2015, Farbtupfer im tristen Alltag



Der Ausländerbeirat organisiert kleine Ferienspiele für Flüchtlingskinder

Aus einfachen Steinen haben die Flüchtlingskinder beim Angebot des Ausländerbeirats kleine Kunstwerke gemacht.

Amin (10) lebt seine Grünphase aus. Die dreijährige Horia ist dagegen überwältigt von den vielen Farben und kann sich zunächst gar nicht entscheiden, wie sie ihren großen Wackerstein anmalen soll. Sie hat offensichtlich auch noch nicht allzu oft einen Pinsel in ihrer kleinen Hand gehalten. Ganz konzentriert sind auch Jasin (5), Hadis (7) und Gerta (4) dabei. Selbst die größeren Jungs freuen sich über das Angebot im Garten des Übergangswohnheims in Alt Oberliederbach und machen fleißig mit. Neben Marienkäfern, Smileys, Regenbogen und anderen kleinen Kunstwerken haben manche auch die Flagge ihrer Herkunftsländer auf Stein gebannt.

Man merkt deutlich, dass die Flüchtlingskinder das Angebot des Ausländerbeirats genießen. Denn die Aktion lässt sie zumindest für ein paar Stunden an diesem Nachmittag ihren sonst eher tristen Alltag vergessen. "Da wir gehört haben, dass die Flüchtlingskinder nicht bei den üblichen Ferienspielen dabei sind, haben wir uns spontan zu dieser Aktion entschlossen", betont Johann Haider, der stellvertretende Ausländerbeiratsvorsitzende. "Das sind Ferienspiele für diese Kinder hier und ein Teil der Integration für Flüchtlinge", erklärt er. Deshalb wolle der Ausländerbeirat auch enger mit dem Caritas-Projekt "Integration und Ehrenamt" zusammenarbeiten, das in Liederbach ähnlich wie die Asylkreise in den anderen Kommunen aktiv ist, damit die Flüchtlingshilfe noch besser koordiniert werden kann.

Er und Françoise Blank, die sich ebenfalls im Ausländerbeirat engagiert, hatten am Vormittag schon mit den Ferienspielkindern Steine bemalt, so dass sie noch gut in Übung sind. Sie haben die beiden jede Menge der großen Kiesel weiß grundiert, damit später die bunten Kunstwerke besser zur Geltung kommen. Neben der Farbe und den Pinseln haben sie noch zwei Steigen mit bildschönen Äpfeln für die Kinder zu diesem Nachmittag im Übergangswohnheim mitgebracht.

Viele der Flüchtlingsmütter helfen den jüngsten Nachwuchskünstlern, während die Papas Wassereimer anschleppen, damit Pinsel und Hände gewaschen werden können. Bereits nach zwei Stunden sind alle Farbtuben leer. Denn die Kinder und Jugendlichen waren mit Feuereifer dabei. "Darf ich den Stein mit nach Hause nehmen", fragt die vierjährige Elif, nachdem ihr Françoise Blank noch zwei weiße Tupfen für die Augen ihres Marienkäfers gemalt hat. "Aber klar", bescheinigt Blank auch den anderen Kindern.


Artikel vom 10.08.2015, © 2015 Frankfurter Neue Presse




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