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Gemeinde Liederbach am Taunus
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15.08.2015, Das geht in die Fingermuskeln



Von Martina Weyand-Ong
Max Scholl und Alexander Irschfeld haben den Mädchen und Jungen gezeigt, wie Graffiti ganz ohne lästige "Nasen" auf das weiße Blatt kommt.
Ein Gesicht ist schon zu erkennen: Alexander Irschfeld gibt den Ferienspielkindern Tipps zum Graffiti-Sprayen.

Das in den vergangenen drei Wochen bei den Ferienspielen entstandene Hüttendorf hat jetzt eine bunte "Stadtmauer". Die besteht aus großformatigen Holzwänden, die mit farbenfrohen Graffiti besprüht worden sind von Adrian, Dominik, Florian, Jan, Jonas, Jonathan, Melina und Paul-Felix. Die 8 bis 15 Jahre alten Teilnehmer des Workshops, der schon zum vierten Mal erfolgreich Bestandteil des Sommerferienprogramms war, haben unter Anleitung von Max Scholl (30) und Alexander Irschfeld (25) richtige kleine Kunstwerke erschaffen.

"Es gibt hier Kinder und Jugendliche, die haben es richtig drauf", freute sich Max über die guten Ergebnisse. Zusammen mit Alexander, den er aus seinem Kommunikationsdesign-Studium in Darmstadt kennt, verriet er den Workshop-Teilnehmern zunächst die Kniffe und Tricks bei der Arbeit mit der Farbe aus den Sprühdosen in der theoretischen Einführung. Danach beriet das kreative Duo die Kinder bei der Auswahl ihrer Motive, für die die Teilnehmer zunächst kleine Skizzen anfertigten.

Einen Tag später wurde es dann ernst, als die Jugendlichen daran gehen durften, ihre Skizzen auf die großformatigen Holzplatten zu übertragen. "Wir versuchen, Impulse zu geben, weil sich viele erst einmal von der weißen Wand erschlagen fühlen", erklärte Max. Denn es ist gar nicht so leicht, die Proportionen und Perspektiven der auf einem Din-A-4-Blatt angefertigten Skizze auf eine wesentlich größere Fläche zu bringen.

Das zweite Geheimnis von guten "legalen" Graffiti, die auch von der Kunstszene mittlerweile anerkannt sind, sei die Gleichmäßigkeit des Strichs, verrieten die beiden "Profis". Vor allem muss die Sprühdose immer in einem gewissen Abstand zur Fläche gehalten werden, damit keine "Nasen" herunterlaufen. Und das wiederum muss einhergehen mit einer Konstanz beim Drücken des Sprühknopfes. Dabei haben insbesondere die jüngeren Teilnehmer von Max und Alex Unterstützung gebraucht, weil das ganz schön die Zeigefinger-Muskulatur strapaziert.

"Erst die Füllung, dann den Hintergrund und zum Schluss die Umrandung machen", betonte Max, der auch verriet, wie die Kids dreidimensionale Effekte in ihre Kunstwerke bringen konnten. Das hat insbesondere Melina als älteste Teilnehmerin super hinbekommen. Die 15-Jährige verzierte ihren Schriftzug "Power" auf orangefarbenen Hintergrund sogar noch mit bunten Blümchen.

"Ich suche mir für solche Workshops immer Kursleiter, die Bezug zur Jugendarbeit in Liederbach haben", erklärte Sozialreferent Walter Löhr das Erfolgsrezept seiner Angebote in den Sommerferien. Denn Max Scholl kennt Löhr aus der Zeit, als er den angehenden Kommunikationsdesigner noch selbst unter seinen Fittichen hatte bei der Jugendarbeit. Einen Namen hat sich der Graffiti-Künstler schon vor langem in der Gemeinde gemacht, als er die Unterführung in der Heidesiedlung verzieren durfte. Danach folgte vor zehn Jahren die Gestaltung des Jugendtreffs.

Artikel vom 15.08.2015, © 2015 Frankfurter Neue Presse




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