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Gemeinde Liederbach am Taunus
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Ungebetene Gäste: Wanderratten / Tipps zur Vorbeugung


1. Lagerung der gelben Säcke
Oft besteht der Inhalt der gelben Säcke aus nicht gereinigten Lebensmittel- und Tiernahrungsverpackungen. Stehen die gelben Säcke konzentriert bei Wohnanlagen, Schulen oder anderen Gebäuden, werden Ratten angelockt und besiedeln das Gebiet.
Die Lagerung der gelben Säcke sollte prinzipiell an nicht für Ratten erreichbaren Plätzen erfolgen.

2. Müllcontainer
Fahrbare Müllcontainer, die bei Wohnanlagen, Restaurants, Hotels etc. stehen, haben einen Flüssigkeitsablass, die mit einer Schraube versehen sind. Um einen Einlass von Ratten zu verhindern, muss die Schraube der Container verschlossen sein und regelmäßig überprüft werden.
Ebenfalls eine wesentliche Rolle spielt der Deckel eines Containers. Wenn dieser offen steht, können Vögel an Speisereste gelangen, bzw. diese neben den Containern verteilen, so dass auch Ratten die Möglichkeit haben, an Speisereste zu kommen.

3. Komposthaufen
Auf Privatgrundstücken wird immer wieder beobachtet, dass die Komposthaufen mit gekochten Speiseresten überhäuft sind. Dies führt zur Anlockung und Ansiedlung von Ratten. Eine Kompostierung erfordert höchst mögliche Sorgfalt und Sachkenntnisse.

4. Bodendecker
Bodendecker sind sehr schwer einzusehen. Sie werden gerne von Ratten als Schutz angenommen. Bei Gemeinschaftseinrichtungen, Imbissen usw. befinden sich immer wieder Speisereste in den Bodendeckern, die eine Nahrungsquelle für Ratten darstellen. In Risikobereichen sollte möglichst auf Bodendecker verzichtet werden.

5. Private Tierhaltung / Tierfütterung
Bei Tierhaltung im Außenbereich, sollten Futterreste nicht zurückbleiben. Das Futtermittel sollte in jedem Fall für Ratten unerreichbar sein (gerade beim Füttern der Vögel darauf achten, dass keine Gefäße mit Futter auf den Boden gestellt werden). Ansonsten besteht die Gefahr, dass Ratten angelockt werden und sich ansiedeln.

6. Biotonnen und Komposter
In vielen Fällen wurde festgestellt, dass Ratten sich in Biotonnen und Kompostern ansiedeln. Die Ratten nagen sich von Außen durch den Kunststoffboden der Biotonne um dort zu nisten. Von dort aus graben sie sich nach oben durch, um so an die frisch weggeworfenen Speisereste zu gelangen.
Biotonnen und Komposter sollten aus diesem Grund auf Steine oder Metallgitter gestellt werden.

7. Bekämpfung
Wenn Sie Ratten beobachten, ist dies häufig ein Hinweis auf einen nicht unerheblichen Befall, da die Wanderratte üblicherweise dem Menschen soweit als möglich aus dem Wege geht. Es kann sich aber auch um ein verletztes oder erkranktes bzw. vergiftetes Tier handeln.
Vermeiden Sie das Tier in die Enge zu treiben! Hat sich eine einzelne Ratte in einen Raum, bzw. Keller verirrt, lassen Sie ihm eine Fluchtmöglichkeit.
Überprüfen Sie das betroffene Umfeld auf weitere Spuren wie Fraßspuren, Kot oder Schlupflöcher.
Schalten Sie bei Bedarf einen sachkundigen Schädlingsbekämpfer ein.

Es ist wichtig, dass die Köder sachgerecht ausgelegt werden, damit sie effektiv sind und keine anderen Tiere gefährden.

Vorbeugung: Reduzieren Sie die Nahrungsquellen für Ratten! Vorräte, Futtermittel, Abfälle müssen in fest verschlossenen Behältern aufbewahrt werden. Werfen Sie keine Lebensmittelreste in die Toilette!! Sie könnten sich dadurch sogar eine Ratte in die Wohnung locken. Außerdem erschweren Sie die Bekämpfung von Ratten in der Kanalisation. Achten Sie darauf den Ratten keinen Zugang zu Keller- und Lagerräumen zu gewähren. Kellerfenster sollten verschlossen bzw. vergittert sein, Kellerabflüsse benötigen ein fest sitzendes Gitter, das Ratten nicht ohne weiteres hochschieben können.

Quellenangabe: Texte in diesem Artikel u.a. aus LAVES Dezernat 32, Task-Force Veterinärwesen (FB Schädlingsbekämpfung





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